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Picasso-Museum

Vorschau

 

Picasso-Museum präsentiert Ausstellungsvorschau 2022

Andy Warhol (1928-1987) ist unbestritten einer der bedeutendsten Vertreter der Pop-Art und einer der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung „Andy Warhol“ zeigt vom 14. Mai bis 18. September 2022 insgesamt 75 seiner „Prints“ (Siebdrucke auf Papier) und präsentiert damit einen Querschnitt durch sein gesamtes grafisches Schaffen. Die Werke stammen aus deutschem Privatbesitz und wurden teilweise noch nie öffentlich gezeigt. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden Warhols Porträts von Stars und Prominenten. Sie werden den „Screen Tests“ gegenübergestellt, eine von ihm in den 1960er Jahren entwickelte Form des Experimentalfilms, die eine völlig neue Art des Porträts darstellt.

Dass Warhol und Picasso eine gemeinsame künstlerische Passion teilten, zeigt zeitgleich die Ausstellung „Kunst nach Kunst – Picassos Variationen nach Alten Meistern“ mit Werken aus dem Eigenbestand des Picasso-Museums. Beide setzten sich intensiv mit Meisterwerken der Kunstgeschichte auseinander. Im Rahmen der Schau tritt Picasso in Dialog mit „Alten Meistern“ wie Da Vinci, Botticelli, Munch, Cranach, El Greco und Manet. Seine teils ironischen Variationen auf die ikonischen Werke sind geprägt von einer Lust am Bild und dem Wunsch nach selbstbewusster Standortbestimmung in der Kunstgeschichte.

Vom 1. Oktober 2022 bis 21. Januar 2023zeigt das Picasso-Museum eine groß angelegte Sonderausstellung über Fernande Olivier (1881-1966) und Françoise Gilot (*1921), zwei langjährige Lebensgefährtinnen Pablo Picassos. Beide sind bis heute untrennbar mit seinem Werk verbunden, was die Ausstellung „Fernande und Françoise – Erinnerungen an Picasso“ mit rund 90 Gemälden, Skulpturen, Werken auf Papier und Keramiken sichtbar macht. Fernande und Françoise waren aber nicht nur Musen und Modell des Jahrhundertkünstlers, sondern auch Chronistinnen der gemeinsam verbrachten Jahre. Als einzige der zahlreichen Frauen in Picassos Leben veröffentlichten sie ihre Lebenserinnerungen an die Zeit an der Seite des Künstlers. Oliviers „Picasso und seine Freunde“ und Gilots „Leben mit Picasso“ wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und sind bis heute Bestseller. Die Ausstellung widmet sich der Rezeptions- und Publikationsgeschichte beider Memoiren und beleuchtet, wie sie auf die Betrachtung von Picassos Werk Einfluss genommen haben.

Picassos Algerien, Pechsteins Palau, Matisse´ Tahiti – die außereuropäischen Wurzeln der Kunst der Moderne stehen im Mittelpunkt der parallelen Ausstellung „Weltgewandt! Die Moderne und das Fremde“ mit Grafiken des Picasso-Museums. Sie erkundet die aus der europäischen Wahrnehmung des frühen 20. Jahrhunderts „fremden Kulturen“ des Maghreb und des Pazifiks und deren herausragenden Einfluss auf die Bildschöpfungen der Künstler der Klassischen Moderne.

 

Information
https://www.kunstmuseum-picasso-muenster.de

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